Intro LinkedIn
Social Media für Erwachsene?
- Social Media privat vs. LinkedIn beruflich
- »Nur« 7.4 Mio aktive Nutzer in DE (2025) – etwa 3 Mio. weniger als X
- eher ältere Nutzer
Die Nutzerzahlen habe ich hier nur der Vollständigkeit halber notiert. Denn wenn man nicht gerade Coca Cola ist sondern das Marketingbudget klein ist, bieten alle Netzwerke mehr als genug User, die erreicht werden können. Auch organisch (ohne Mediabudget) ist LinkedIn ein Kanal, der potenzielle Viralität ermöglicht.
Content: Weird.
»Was ich bei der Geburt meiner Tochter über Software-As-A-Service B2B Loyalty Programme gelernt habe«
Generell ist LinkedIn ein Netzwerk, auf dem eher über berufliche Themen gesprochen wird. Urlaubsfotos, Essensfotos und Tänze sind eher ungewöhnlich. Dennoch ist ein Selfie, das keinerlei Bezug zum Text hat, ein häufiges Mittel, um die Reichweite zu erweitern. Auch hier gilt, das Personal Brands (Gesichter) generell besser performen als reine Textinhalte. Doch auch diese können funktionieren (anders als bei Instagram und Tiktok ist ein reiner Textbeitrag noch möglich).
Videos sind eher selten und meistens in Werbeanzeigen das bevorzugte Medium – jedoch nicht im Social Media Hochformat, sondern klassisch im Quadrat.
Netzwerke:
Tinder: Frauen ghosten IT-ler LinkedIn: IT-ler ghosten Frauen
Diese etwas plumpe Kurzfassung, die auf der Tendenz beruht, dass HR Abteilung einen hohen Frauenanteil haben, trifft es gut: Um eine persönliche Nachricht an einen User zu schreiben, muss dieser eine Vernetzungsanfrage bestätigen. Infolge dessen erhält man dann häufig "Werbe-DMs". Da geht es um Produkte oder häufig HR-Dienstleister, die IT-ler für ein Projekt als Freelancer suchen. Das ist meistens etwas unseriös, da es ein automatisierter Prozess ist.
Dennoch hat man über LinkedIn die Möglichkeit, potenzielle Bewerber:innen, Arbeitgeber oder Dienstleister direkt anzuschreiben. Dies wäre auf Instagram eher ungewöhnlich, da man dort privat unterwegs ist.
Ads: 15 EUR pro Klick?
- Exklusive Zielgruppen nach Branche, Beruf, Erfahrung
- Bezahlte DMs, Bilder, Videos, Formulare
- CPC sehr hoch! Hohe CLTV nötig.
Werbeanzeigen funktionieren bei LinkedIn wie anderswo auch: Man implementiert eine "Conversion" auf die der Werbealgorithmus hin optimiert wird. Dann legt man eine Zielgruppe fest und testet Content (Bilder, Texte, Videos), die diese Zielgruppe zur Conversion führen sollen.
Gerade bei der Zielgruppe gibt's noch mehr einzustellen, als bei anderen Social Networks. So kann ich nach Berufen, Branchen, Berufserfahrung und Ausbildungen filtern, um meine passende Zielgrupppe zu erkennen. Da diese dann meist nicht sehr groß ist, wäre theoretisch kein hohes Budget nötig. Doch LinkedIn benötigt meist hohe CPCs. Eine objektive Angabe ist meist sinnlos, da CPCs sehr von der Einstellung abhängig sind. Etwa 5 EUR ist ein Erwartungswert, aber auch über 15 EUR sind nicht sehr ungewöhnlich. Das kann sich dennoch lohnen, wenn der Klick durch einen B2B Entscheider dazu führt, dass man einen Vertrag über mehrere Tausend EUR abschließt (somit hohe CLTV). Für günstige und skalierte Produkte oder Dienstleistungen ist es eher der falsche Kanal. (https://www.zweidigital.de/linkedin-cpm-cpc-ctr-benchmarks/)