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Wie verbessert man seine Google Ads?

Performance Marketing ist ein Prozess, kein Projekt


Wir haben bereits gelernt, dass Google Ads ein Prozess ist. Aber was macht man, nachdem man eine Kampagne gestartet hat? Nun werden wir Kniffe lernen, wie man herausfindet, welche Stellschrauben noch gedreht werden müssen, damit Kampagne effizienter wird.


Fragmentieren

Ihr habt vielleicht angefangen mit einer Kampagne zu Theaterlivestreams in Berlin und darin sind zwei Anzeigengruppen. Eine mit Keywords zu “theater livestream” und die andere enthält “digitale bühne”. Jetzt hab ihr herausgefunden, dass sehr viele nach Theater Livestream suchen und ein großer Teil davon nach “theater stream heute”. Ihr wollt nun genauer auf die Suchanfragen diesem Thema in euren Anzeigen eingehen. ALso im Titel z.B. “theater stream heute in berlin” schreiben, statt “theater livestreams in berlin erleben”.

Reminder: Das ist ein Beispiel zur Verdeutlichung, keine Empfehlung.


Suchbegriffe ausschließen

(Weitere Infos)

Wie kann es sein, dass eure Google Ads Kampagne zu “Abonnements buchen” so schlecht performt? Ein Blick ins Tool (siehe Link) zeigt euch unter “Suchbegriffe”, welche Suchbegriffe die User wirklich eingegeben haben. So könnt ihr Diskrepanzen finden zwischen euren Keywords (als Keywordoptionen) und den in die Google-Suche eingegebenen Worten.

Ihr findet heraus, dass euer Keyword “+abonnement +buchen” zwar oft ausgespielt und auch gesucht wird. Aber häufig in Kombination mit einer Zeitschrift, den öffentlichen Verkehrsmitteln und Netflix. Das habt ihr am Anfang leider nicht bedacht, dass es ja noch andere Arten von Abos gibt.

Ihr wollt eure Ads aber nicht nur auf “+konzertabonnements +buchen” beschränken. Also nutzt ihr “auszuschließende Keywords”, um “bildzeitung, netflix, etc.” rauszuwerfen. Somit werden keine Anzeigen mehr ausgespielt, die nicht zu eurem Thema passen.

Das solltet ihr mindestens wöchentlich checken


Gebotsstrategie ändern

Diese Optimierung haben wir bereits kennengelernt. Statt händisch (oder über ein Skript, dazu später mehr) für jedes Keyword ein Gebot einzugeben, könnt ihr “smarte” Verfahren von Google oder externen Anbietern nutzen. Dabei aber vorsichtig sein, dass nicht auf ein falsches Ziel hin – oder zu kurzfristig – optimiert wird.


Qualitätsfaktor verbessern

Wie anfänglich beschrieben, möchte google auch in den bezahlten Anzeigen nur wirklich gut passende Ergebnisse liefern, um seine Nutzer:innen nicht zu verprellen.

Daher könnt ihr durch eine möglichst guten Fit zwischen “Suchanfragen” des Nutzers und “Anzeigentext + landing page” euren Qualitätsfaktor erhöhen.

Den Qualitätsfaktor eurer Anzeigen findet ihr auf der Anzeigenebene des Google Ads Interfaces in der Tabelle. Falls er nicht angezeigt wird, könnt ihr ihn über eine Anpassung dieser Tabelle hinzufügen.

Gute Qualitätsfaktoren sind > 7. Alle anderen Anzeigen solltet ihr mal genauer unter die Lupe nehmen. Woran könnte es liegen, dass Google nicht zufrieden ist?


Anzeigen verbessern

Die obere Liste gibt euch Ideen, um eure Titel, Beschreibungen und Links in den Anzeigen zu verbessern. Um bei diesen Tipps auf dem neuesten Stand zu bleiben, lohnt es sich, öfter mal auf klassische SEA Bereiche zu blicken, wie “Schuhe kaufen”. Sobald es Neuerungen gibt, findet ihr dort Inspiration.


Tests

Der Unterschied zwischen Veränderung und Verbesserung ist ex ante nicht immer klar.
Google Ads bietet Tests an, sodass man nicht 100% seines Budgets in “gefühlte Verbesserungen” geben muss.

Statt eine bestehende Anzeige textlich zu verändern, solltet ihr einfach eine Kopie erstellen und diese verbessern. Nun lässt ihr diese Anzeige zusätzlich ein paar Tage / Wochen live und trackt, ob ihr die Anzeige verbessert – oder nur verändert habt.

Hinweis: Als Standard wird die bisher beste Anzeige häufiger ausgespielt. Um neue Anzeigen zu testen müsst ihr diese Art der “Anzeigenrotation” abschalten.


Dynamische Anzeigen

Google bietet dynamische Anzeigen an, damit du für einen Online Shop nicht 500 einzelne Kampagnen pro Produkt erstellen musst.
Das ist sinnvoll, wenn du ein breites Produktportfolio hast. In der Kultur sind das vor allem Kinos, Veranstalter, Ticketdienste.

Faul sein lohnt sich

Wenn deine Webseite gut strukturiert ist, lassen sich z.B. sind z.B. alle Kinofilme über eine URL Struktur wie “www.kino.de/filme/film-titel” zu finden. Diese URL kannst du Google zur Verfügung stellen und Einschränkungen vornehmen, um z.B. ausverkaufte Vorstellungen herauszunehmen.

Anschließend legst du über das “title” und “description” meta Tag deiner Webseite fest, wie deine Anzeige aussehen soll. Google wird jedoch auch Varianten davon testen, damit du die beste Anzeige erhältst.

Auch hier wird wieder klar, wie SEO und SEA zusammenhängen.


Dashboards und Berichte

Damit ihr nicht jedes Mal händisch eure Analysen fahren müsst, bietet Google Ads Berichte an. Sammelt ihr mehrere Berichte auf einer Seite, spricht man von einem Dashboard.

Dashboards sparen Zeit. Antworten liefern sie selten.

Auch Dashboards und Berichte lassen sich gut outsourcen. Ihr legt einfach fest, welche Fragen ihr habt – und der Bericht liefert euch die Daten dazu. DIE ANTWORTEN müsst ihr hingegen selbst finden. Über die Daten lassen sich Hypothesen ableiten, die ihr dann in Tests validieren könnt. Ganz so, wie empirische Forschung auch funktioniert.


Marketingattribution

Lohnt sich Google Ads? Das ist eine wichtige Frage, die in diesem Beitrag jedoch nicht groß behandelt werden kann.
Dazu verweise ich auf das Thema “Webanalyse”.


Audit

Meistens fängt man nicht bei 0 an, sondern es liegt ein bestehendes Google Ads Konto vor.
Dessen Genese lässt sich über den Änderungsverlauf nachverfolgen.


Stellschrauben zum analysieren


Diese Liste ist nicht vollständig, gibt jedoch einen guten Einblick in Einstellungen, die ihr vornehmen könnt, um ein Google Ads Konto zu verbessern. Meist gibt es Probleme in den Grundlagen – nicht in den Feineinstellungen. Also solltet ihr damit anfangen und Schritt für Schritt tiefer eintauchen.